Kopfbaumschnitt in der Rheinaue Walsum

 

Kopfbäume wurden früher von den Landwirten regelmäßig geschnitten („auf den Kopf gesetzt“) um aus dem Schnittgut Feuerholz, Holzschuhe, Werkzeugstiele, Viehfutter, Zaunpfähle, Flechtkörbe oder ähnliches zu machen. Da diese Gegenstände nicht mehr gebraucht werden bzw. auf andere Weise billiger zu beschaffen sind, ist nach dem zweiten Weltkrieg die Pflege der Kopfbäume in Vergessenheit geraten. Viele dieser Bäume sind auseinandergebrochen bzw. der „Kopf“ ist abgebrochen. Seit etwa 10 Jahren pflegt die Arbeitsgruppe Rheinaue Walsum die ca. 650 Kopfbäume in der Rheinaue Walsum. Jeden Winter werden etwa 100 Bäume geschnitten. In den hohlen Kopfbäumen finden Steinkauz, Hohltaube u.a. Höhlenbrüter Brutmöglichkeiten.

 

Der Gesamtbestand an Kopfbäumen ist seit Anfang der 80er Jahre mit ca. 650 Bäumen in etwa konstant geblieben. Allerdings ist die Zahl der alten und damit öko-logisch wertvollen Kopfbäume deutlich zurückgegangen. Bei den Weiden sind 160 Altbäume abgestorben und bei den Eschen 67 Altbäume. Bei den Pappeln ist von 9 Altbäumen nur noch einer vorhanden. In Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Arbeitsgruppe Rheinaue Walsum sind 246 Bäume neu gepflanzt worden und werden regelmäßig geschnitten.

 

Seit vielen Jahren hat der BUND-Duisburg die Pflege der ca. 650 Kopfbäume in der Rheinaue Walsum übernommen. Nach einem Kopfbaumkataster werden jeden Winter etwa 80 Kopfbäume ausgesucht und geschnitten. Neben dem „harten Kern“ helfen auch interessierte Bürger bei den Aktionen. In der Regel finden die Aktionen an 6 Samstagen zwischen Dezember und Februar statt.



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