BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum

Der südlichste Teil des EU-Vogelschutzgebietes "Unterer Niederrhein" ist die 550 ha große Rheinaue in Duisburg-Walsum. Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften  seltener Tier- und Pflanzenarten  wurde sie im Oktober 1990 unter Naturschutz gestellt.

Das Landschaftsbild der Rheinaue Walsum erhält ihren Strukturreichtum im Deichbinnenland zur zahlreiche Hecken, kleine Waldparzellen und zum Teil ständig überflutete Auenbereiche und Altstromrinnen. In vielen Bereichen haben sicRöhrichte und Feuchtwiesen entwickelt.  Das Deichvorland besteht überwiegend aus Grünlandflächen. Es ist für die Aue typisch und biologisch wichtig, dass sie vom Rheinhochwasser überflutet wird. Durch den Bau des Deiches werden weite Teile der Aue (Deichbinnenland) seit Jahrzehnten nicht mehr überschwemmt.

Unter der Rheinaue Walsum wurde bis 2006 Steinkohlenbergbau betrieben. Als Folge des Abbaus brechen die Deckschichten ein. An der Oberfläche entstehen dadurch Bergsenkungsmulden, die sich mit Grundwasser füllen können. Diese aus "zweiter Hand" entstandenen Feuchtlebensräume machen heute den besonderen Wert der Rheinaue Walsum aus.

Seit dem Bau des Deiches ist die Rheinaue Walsum in ein jährlich überschwemmtes Deichvorland und in ein vor direkten Überschwemmungen geschütztes Deichbinnenland geteilt. Ersteres wurde zwischen 1955 und 1990 vollständig ausgekiest und anschließend  wieder verfüllt und rekultiviert.

Weitläufige Grünlandfchen mit eingestreuten Gehölzpflanzungen und Röhrichten prägen heute die Landschaft.

 

Quelle: http://www.bund-du.de/themen_und_projekte/naturschutz/rheinaue_walsum/